Dr. Erwin Lotter im Interview

Seit wenigen Tagen sind Sie Mitglied des Deutschen Bundestages - wie fühlen Sie sich, Herr Dr. Lotter?
Auf der einen Seite freue ich mich natürlich, dass die Anstrengungen und das Engagement des Wahlkampfes 2005 jetzt doch zum Erfolg geführt haben. Zum anderen freue ich mich sehr über den Erfolg der FDP in Bayern, dass wir dort neu ins Parlament und gleich in die Regierung eingezogen sind. Für mich persönlich sehe ich es als neue, spannende Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Ich sehe es aber auch als Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis.
Auf der einen Seite freue ich mich natürlich, dass die Anstrengungen und das Engagement des Wahlkampfes 2005 jetzt doch zum Erfolg geführt haben. Zum anderen freue ich mich sehr über den Erfolg der FDP in Bayern, dass wir dort neu ins Parlament und gleich in die Regierung eingezogen sind. Für mich persönlich sehe ich es als neue, spannende Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Ich sehe es aber auch als Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis.
Was haben Sie sich ganz anders vorgestellt, hier im Deutschen Bundestag?
Ich hätte nicht gedacht, dass hier alles in sehr geordneten und teilweise auch vorbestimmten Bahnen verläuft. Ich hätte gedacht, dass man in Diskussionen doch Kollegen vielleicht auch mal mit guten Argumenten überzeugen kann. Und da läuft doch vieles auf vorgebahnten Wegen.
Was war bisher ihr aufregendstes Erlebnis?
Das Beeindruckendste war wirklich er außerordentlich freundliche und kollegiale Empfang der Fraktion. Ich kannte zwar auch schon einige von den Kollegen, aber es war wirklich eine wunderbare Aufnahme. Seit der Bundestagswahl 2005 konnten Sie die Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion drei Jahre lang beobachten.
Welches Zeugnis stellen Sie Ihren neuen Kollegen aus?
Sie machen hervorragende Oppositionsarbeit! Gerade junge Politiker wie Miriam Gruß oder Daniel Bahr haben Akzente gesetzt in der Kinder- und Jugend- und in der Gesundheitspolitik. Da haben sich beide enorm engagiert.
Und wie möchten Sie die Arbeit der Fraktion jetzt ganz persönlich bereichern?
In dem ich meine berufliche Erfahrung mit einbringe. Mit meiner Sicht auf die Dinge, die jemand hat, der mit der Gesetzgebung leben und arbeiten muss. Welche konkreten Probleme die Politik der Großen Koalition einfach mit sich bringt, speziell dieser Bürokratieirrsinn, der mich und meine Kollegen auch immer mehr in der Arbeit behindert, der meine Energie und auch meine Zeit in Anspruch nimmt, die mir dann nicht mehr zur Verfügung steht für die Behandlung der Patienten.
Wollen Sie auch weiter als Arzt arbeiten?
Ich bin in einer Gemeinschaftspraxis mit meiner Frau niedergelassen. Meine Frau führt die Praxis jetzt weiter und ich werde vielleicht stundenweise dort arbeiten. Ich stelle sofort einen Assistenten ein, wenn ich einen finde, aber das ist das Problem. Es ist sehr schwierig jemanden zu finden. Der Beruf wird für jüngere Kollegen zunehmend unattraktiv. Ich versuche den Kontakt zu meinen Patienten zu halten, zumindest dass ich bei den Hausbesuchen meine Frau entlasten kann oder mal eine Sprechstunde mitmache. Ich bin ja auch kommunalpolitisch aktiv und möchte da auch wirklich den Bezug zur Basis beibehalten.
Noch eine Frage zum Schluss: Wie wird sich ihr ganz persönliches Familienleben zu Hause ändern? Was sagt ihre Familie zu Ihrem neuen Job?
Ich habe drei erwachsene Kinder, eine Tochter studiert hier in Berlin und mit der werde ich zusammen eine Wohnung nehmen…
Was sagt ihre Tochter dazu?
Die findet das gut! Sie hat jetzt eine Studentenwohnung und wenn ich mir jetzt auch noch eine Wohnung miete, dann geben wir zuviel Geld aus, wofür wir auch eine schönere, größere Wohnung zusammen nehmen können. Und wenn ich im Wahlkreis bin, hat sie ja sturmfrei! Meine andere Tochter studiert in München, mein Sohn ist Mediziner, der ist mit einer Spanierin verheiratet und wohnt derzeit in Madrid. Meine arme Frau sitzt halt jetzt alleine zu Hause und hält die Stellung. Bei ihr muss ich mich wirklich auch sehr bedanken, dass sie das tut und dass sie mir auch für die politische Arbeit so den Rücken frei hält. Sie hat mich immer unterstützt. Sie hat immer gesagt „Meckern alleine nützt nichts, Du musst Dich engagieren.“ - Das hat sie jetzt davon! (lacht)
Was war bisher ihr aufregendstes Erlebnis?
Das Beeindruckendste war wirklich er außerordentlich freundliche und kollegiale Empfang der Fraktion. Ich kannte zwar auch schon einige von den Kollegen, aber es war wirklich eine wunderbare Aufnahme. Seit der Bundestagswahl 2005 konnten Sie die Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion drei Jahre lang beobachten.
Welches Zeugnis stellen Sie Ihren neuen Kollegen aus?
Sie machen hervorragende Oppositionsarbeit! Gerade junge Politiker wie Miriam Gruß oder Daniel Bahr haben Akzente gesetzt in der Kinder- und Jugend- und in der Gesundheitspolitik. Da haben sich beide enorm engagiert.
Und wie möchten Sie die Arbeit der Fraktion jetzt ganz persönlich bereichern?
In dem ich meine berufliche Erfahrung mit einbringe. Mit meiner Sicht auf die Dinge, die jemand hat, der mit der Gesetzgebung leben und arbeiten muss. Welche konkreten Probleme die Politik der Großen Koalition einfach mit sich bringt, speziell dieser Bürokratieirrsinn, der mich und meine Kollegen auch immer mehr in der Arbeit behindert, der meine Energie und auch meine Zeit in Anspruch nimmt, die mir dann nicht mehr zur Verfügung steht für die Behandlung der Patienten.
Wollen Sie auch weiter als Arzt arbeiten?
Ich bin in einer Gemeinschaftspraxis mit meiner Frau niedergelassen. Meine Frau führt die Praxis jetzt weiter und ich werde vielleicht stundenweise dort arbeiten. Ich stelle sofort einen Assistenten ein, wenn ich einen finde, aber das ist das Problem. Es ist sehr schwierig jemanden zu finden. Der Beruf wird für jüngere Kollegen zunehmend unattraktiv. Ich versuche den Kontakt zu meinen Patienten zu halten, zumindest dass ich bei den Hausbesuchen meine Frau entlasten kann oder mal eine Sprechstunde mitmache. Ich bin ja auch kommunalpolitisch aktiv und möchte da auch wirklich den Bezug zur Basis beibehalten.
Noch eine Frage zum Schluss: Wie wird sich ihr ganz persönliches Familienleben zu Hause ändern? Was sagt ihre Familie zu Ihrem neuen Job?
Ich habe drei erwachsene Kinder, eine Tochter studiert hier in Berlin und mit der werde ich zusammen eine Wohnung nehmen…
Was sagt ihre Tochter dazu?
Die findet das gut! Sie hat jetzt eine Studentenwohnung und wenn ich mir jetzt auch noch eine Wohnung miete, dann geben wir zuviel Geld aus, wofür wir auch eine schönere, größere Wohnung zusammen nehmen können. Und wenn ich im Wahlkreis bin, hat sie ja sturmfrei! Meine andere Tochter studiert in München, mein Sohn ist Mediziner, der ist mit einer Spanierin verheiratet und wohnt derzeit in Madrid. Meine arme Frau sitzt halt jetzt alleine zu Hause und hält die Stellung. Bei ihr muss ich mich wirklich auch sehr bedanken, dass sie das tut und dass sie mir auch für die politische Arbeit so den Rücken frei hält. Sie hat mich immer unterstützt. Sie hat immer gesagt „Meckern alleine nützt nichts, Du musst Dich engagieren.“ - Das hat sie jetzt davon! (lacht)


